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Wespen und Hornissen

Foto Hornisse

Wespen und Hornissen sind kein Grund zur Panik. Sie sind friedfertige Tiere, solange sie in Ruhe gelassen werden.
Wespen unterliegen den allgemeinen Schutzbestimmungen des Artenschutzes. Lediglich zwei Wespenarten  - die Deutsche und die Gemeine Wespe - werden dem Menschen lästig. Bei den in freihängenden Nestern lebenden Wespenvölkern handelt es sich fast ausschließlich um friedliche Arten.  
Die größte Wespenart ist die Hornisse, ein friedliches und scheues Tier.
Für Hornissen und Hummeln, die in ihrem Bestand gefährdet sind, gelten besondere Schutzbestimmungen. Diese verbieten es grundsätzlich, die Tiere unnötig und mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, verletzen oder zu töten. Eier, Nester, Brut-, Wohn- und Zufluchtstätten dürfen ohne Grund weder beschädigt noch zerstört werden.

Befindet sich ein Nest in unmittelbarer Hausnähe oder an anderen, häufig begangenen Stellen von Hof und Garten, lässt sich durch Beachtung einfacher Verhaltensregeln sowie zusätzlicher Hilfsmittel die  kurze Zeit bis zum Ende des Wespen- oder Hornissenvolkes in der Regel problemlos überstehen:

  • Im Abstand von 2-3 m vom Nest heftige Bewegungen und Bodenerschütterung (z.B. Rasenmähen)    vermeiden und in dieser Zone die Flugbahn nicht verstellen
  • Kleinkinder durch niedrige Absperrungen vom Nestbereich fernhalten
     
  • Nicht mit Gegenständen in möglichen Einfluglöchern stochern und keine Wasserschläuche auf Nester richten
     
  • Tiere im Nestbereich nicht anatmen
     
  • Keinesfalls Insektenvernichtungsmittel einsetzen
     
  • In der Nähe von Häusern und Sitzplätzen Tiere durch Bretter und Tücher so zu ihrem Einflugloch lenken, dass unliebsame Begegnungen vermieden werden. 


Bei Nestern in bedrohlicher Lage sollten Fachleute um Hilfe gebeten werden. Hierzu hat der Landkreis Oldenburg ein sogenanntes „Hautflügler-Beratungsnetz“ aufgebaut.

Zurzeit stehen 15 ehrenamtlich Tätige, überwiegend Imker, den Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und, falls es notwendig sein sollte, auch mit Taten zur Verfügung. Im Vordergrund steht die Aufklärung über die Lebensgewohnheiten und das Verhalten von Wespen und Hornissen. Es soll mehr Verständnis für diese Tiere geweckt und verhindert werden, dass grundlos Nester zerstört werden. So wird oftmals ein friedliches Nebeneinander von Mensch und Tier in der ohnehin kurzen Flugsaison erreicht.

Link zur Liste der Hautflügler-Berater

Wo ein Hornissen- oder Wespennest tatsächlich eine Gefahr darstellt, sind die Berater berechtigt, das Nest art- und fachgerecht umzusiedeln oder ausnahmsweise zu vernichten. Hierfür sind die Berater im Besitz einer Ausnahmegenehmigung.

Die reine Beratung, sei es am Telefon oder vor Ort, ist für den Bürger kostenlos. Die Umsiedlung eines Nestes sowie die ausnahmsweise Vernichtung kann allerdings nicht kostenlos erfolgen. Hierbei hat sich der Bürger mit einem relativ geringen Betrag zu beteiligen. Dieses ist durchaus angebracht, da sich die Berater in ihrer Freizeit unter Einsatz privater Mittel für den praktischen Artenschutz einsetzen. 
Gerade in der heutigen Zeit ist das ehrenamtliche Engagement der Berater gar nicht hoch genug zu bewerten.

Foto: © Ulrich Velten / pixelio.de

Zuständiges Amt

Amt für Naturschutz und Landschaftspflege
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihre Ansprechpartnerin / Ihr Ansprechpartner
Herr Kröger
Telefon: 04431-85 361
Kontakt über E-Mail