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Schutzprojekt für Laubfrösche erfolgreich angelaufen

Foto Laubfrosch
Im Juli 2004 wurden dem Landkreis Oldenburg und der "Stiftung Naturschutz im Landkreis Diepholz" für das kreisübergreifende Laubfrosch-Projekt von der "Lokalen Aktionsgruppe LEADER+ im Naturpark Wildeshauser Geest" die Förderurkunden überreicht, jetzt liegen die Ergebnisse der diesjährigen Laubfrosch-Bestandsaufnahmen vor. Erste Maßnahmen zur Verbesserung der Fortpflanzungs-Gewässer sind realisiert.

Biologen unter der Leitung des beauftragten Projektleiters Diplombiologe Volker Moritz, die im Rahmen des Leader+-Projektes auf Laubfroschsuche waren, kontrollierten im gesamten Projektgebiet 86 Gewässer. An 39 fanden sie Laubfrösche, wobei die größte Rufgruppe aus 100 Tieren bestand. Die Mehrzahl der Vorkommen wies aber nur bis zu 15 rufende Laubfrösche auf.

Im Landkreis Oldenburg konzentrieren sich die Vorkommen um Harpstedt, dort kommt der Laubfrosch noch an 10 Schlatts, Tümpeln und Teichen vor. Im Kreisgebiet wiesen 3 Gewässer Rufgruppen von 10 und mehr Tieren auf.

Nach wie vor ist der Laubfrosch eine stark gefährdete Froschlurchart, vor allem aufgrund seiner weit auseinander liegenden Fortpflanzungsgewässer, durch Verkehrswege zerschnittenen Teillebensräume und durch ungünstige Bedingungen an von ihm bewohnten Gewässern. Zwar liebt unsere kleinste Froschlurchart flache, gut besonnte und dadurch schnell erwärmbare Gewässer, aber wenn die Wasserstände gegen null gehen, wandern die Laubfrösche ab, ihr Laich geht zu Grunde und die Nahrungssituation an den Gewässern wird ungenügend. Somit kommt es besonders darauf an, durch geschickte Maßnahmen an den Gewässern zu Lebensraumaufwertungen zu kommen, die nachhaltig die Laubfroschbestände sichern und vermehren helfen.

Für den Landkreis Oldenburg wurden dafür verschattende Baumbestände zurück geschnitten und Flachwasser-Mulden im Umfeld eines Vorkommens bei Harpstedt angelegt, um mehr Laubfröschen qualitativ hochwertige Lebensräume zu bieten und die Gebietsattraktivität zu erhöhen, z. B. durch mehr Sonnenplätze oder leicht erwärmbares Flachwasser als Laichplatzbereiche.

Auch die Zusammenarbeit der Beteiligten vor Ort klappt bestens: An fünf Gewässer im Landkreis Oldenburg wurden die Maßnahmen mitgetragen oder selbst umgesetzt, so die Entfernung von Weidengebüschen und Pappeln an Gewässerufern, neue Abzäunungen für Weidevieh oder die Aufwertung von Gewässerufern. Hier waren Flächeneigner und die Forstverwaltung gefragt, die sofort mitmachten. Weiterhin ist die Neuanlage eines Flachwasserbereiches nahe eines Traditions-Vorkommens in Aussicht gestellt worden. Ein Nassgraben wurde zudem an ein aktuell ausgetrocknetes Laubfroschgewässer angeschlossen.

Zuständiges Amt

Amt für Naturschutz und Landschaftspflege
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihre Ansprechpartnerin / Ihr Ansprechpartner
Herr Schinnerer
Telefon: 04431-85 362
Telefax: 04431 85 83620
Kontakt über E-Mail