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Die Projekte

Projekte der Gesundheitsregion

Unter dem Motto „Region im Dialog. Mitreden, mitmachen & mitgestalten!“ arbeitet  die Gesundheitsregion Landkreis Oldenburg seit zwei Jahren intensiv an nachhaltigen Ideen und Lösungen zur Sicherung und Verbesserung der wohnortnahen, gesundheitlichen Versorgung aller Bürgerinnen und Bürgern. Die Arbeitsgruppen haben bisher folgende Projekte und Ideen entwickelt:

Projekt :  „Erleben – Erhöhung der Überlebensraten nach Herzstillstand“

In Kooperation mit den Gesundheitsregionen der Landkreise Cloppenburg, Vechta, Wesermarsch und der Städte Oldenburg und Delmenhorst sowie dem Landkreis Ammerland (Gast bei der Gesundheitsregion Jade) ist das Modellprojekt für Deutschland „Erleben – Erhöhung der Überlebensraten nach Herzstillstand“ ins Leben gerufen worden. Ziel des Projektes ist es, die erfolgreiche Wiederbelegungsrate von derzeit 8 – 10 % auf über 40 % zu steigern.

75.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Herzkreislaufstillstand.  Gerechnet auf den Landkreis Oldenburg ergeben sich bei einer Einwohnerzahl von 128.000 65 bis 100 Fälle eines Herzstillstandes pro Jahr. Ein Großteil dieser Menschen verstirbt aufgrund einer Sauerstoffunter-versorgung des Gehirns innerhalb von 30 Tagen in der Klinik. Die Patienten werden in den meisten Fällen erst durch den eintreffenden Rettungsdienst und in wenigen Fällen durch Ersthelfer am Einsatzort wiederbelebt. Jedoch entscheiden die ersten 5 Minuten über die Genesung der Patienten. Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben dauert es bis zu 15 Minuten, bis der alarmierte Rettungsdienst am Einsatzort eintrifft. Erforderlich ist folglich eine schnellere Erste-Hilfe durch Ersthelfer.

Das Modellprojekt „Erleben“ sieht vor, die Ersthelferfunktion im ländlichen Raum zu stärken. Hierzu sollen bis zu 1.000 Bürgerinnen und Bürger im Landkreis als Ersthelfer geschult werden. Weiterhin ist vorgesehen, eine Informations-App für Smartphones zur Alarmierung ausgebildeter First Responder einzuführen, die sich an dem System beteiligen wollen.  Die Großleitstelle Oldenburger Land wird die Alarmierung mit vornehmen.

Das Land Niedersachsen hat für dieses Leuchtturmprojekt die Fördersumme von 100.000 € gewährt.

Projekt:  „Medizinportal“ 

Zur Verbesserung der medizinischen und kommunikativen Infrastruktur ist geplant, ein Medizinportal für die Gesundheitsregion Landkreis Oldenburg einzurichten. Das Portal stellt eine Investition in die Vernetzung der Informationsstrukturen der Arzt- und Facharztpraxen, des Krankenhauses,  nachsorgender Einrichtungen wie Pflegeheime, Sozialstationen sowie des Gesundheitsamtes des Landkreises Oldenburg dar. 

Als geschlossener Kommunikationsbereich kann das Portal von den niedergelassenen Arztpraxen, dem Krankenhaus und dem Gesundheitsamt lediglich mit Hilfe eines Internetanschlusses eingesehen werden.  Das Krankenhaus kann seine patientenbezogenen Daten zur Einsicht für authentifizierte Ärzte und Fachärzte sowie dem Gesundheitsamt digital zur Verfügung stellen. Die niedergelassenen Praxen wiederum können dem Krankenhaus Vorbefunde für die Weiterbehandlung der Patienten im Krankenhaus digital übermitteln. Die Praxen können mithilfe des Portals behandlungsrelevante Informationen austauschen. Für die Nutzung des Portals und die Sicherung des Datenschutzes ist es stets erforderlich, dass die Patienten ihre schriftliche Einwilligung erklären.

Durch die Einrichtung des Medizinportals werden einheitliche, digitale Kommunikationsstrukturen geschaffen. Folglich wird die Attraktivität des Landkreises für junge Ärzte gesteigert, sich in der Region nieder zu lassen, und dem drohenden Ärztemangel entgegengewirkt. Gleichzeitig verbessert sich für die Patienten die Gesundheitsversorgung durch den schnelleren und sicheren Austausch von behandlungsrelevanten Informationen unter den Praxen sowie dem Krankenhaus untereinander. Wartezeiten können verkürzt werden.

Zur Umsetzung des Projektes ist beabsichtigt, in 2017 einen Antrag an das Land Niedersachsen zur Gewährung einer Förderung nach der Richtlinie Gesundheitsregion zu stellen.

Projekt: „Kooperation zw. Schulen und BBS zur Gewinnung von Ausbildungskräften für Pflegeberufe“

Zur Gewinnung von Auszubildenden für Pflegeberufe ist seit Beginn des Schuljahres 2016/2017  an der BBS Wildeshausen nachmittags eine Arbeitsgruppe mit 10 Schülern/innen der Hauptschule Wildeshausen der  10. Klasse für 6 Monate eingerichtet worden. An 4 Stunden in der Woche werden den Schülern/innen in Theorie und Praxis  verschiedene spezifische Berufsfelder der Pflege  vorgestellt. Komplementiert wird der Unterricht in der Arbeitsgruppe durch den Besuch verschiedener  Pflegeeinrichtungen. Im zweiten Halbjahr dieses Schuljahres werden 26 Schüler/innen der Realschule Wildeshausen an zwei entsprechenden Arbeitsgruppen an der BBS teilnehmen.

Projekt „Pflege Connection unterwegs“

Weiterhin hat sich die Gesundheitsregion dem Projekt „Pflege Connection unterwegs“ für den Raum Oldenburg / Ammerland angeschlossen. Dieses Projekt wird für zwei Jahre über die Metropolregion Nordwest gefördert und hat das Ziel, junge Menschen im Alter von 12 – 26 Jahren in der Berufsfindungsphase für Pflegeberufe zu interessieren. In einem vorangegangenen Projekt wurde bereits die Sozial Media Plattform für alle Pflegeberufe (www.pflege-connection.de) entwickelt. Nunmehr ist vorgesehen, die jungen Menschen durch Veranstaltungen vor Ort, wie z.B. auf Berufsmessen, durch Projekttage an allgemein bildenden Schulen, durch Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen anzusprechen. Zusätzlich sollen Pflegebotschafter für den Landkreis bestellt werden.

Projekt:  „Sport für psychisch Kranke“

Es ist beabsichtigt, psychisch kranke Menschen in Maßnahmen des Reha-Sports an Sportvereine zu vermitteln. Dadurch sollen die Menschen Freude an sportlicher Betätigung gewinnen und in den Vereinsalltag integriert werden.  Um entsprechende Reha-Sportmaßnahmen anbieten zu können, müssen Übungsleiter/innen entsprechend geschult werden und ortsansässige Ärzte animiert werden, Reha-Sport für psychisch Kranke zu verschreiben. Ein/e Sozialarbeiter/in soll eingestellt werden, um als Kontaktperson zu fungieren und die psychisch Kranken dauerhaft zur Teilnahme an den Maßnahmen zu motivieren.  Eine Förderung über den Landespsychiatrieplan wurde 2016 beantragt. Die Entscheidung dazu steht noch aus.

Projekt: „Unterstützung und Hilfestellung durch Praxisbegleiter“

Ziel des Projektes ist es, erwachsene Menschen, die in ihrer individuellen Lebenslage durch fehlende Kompetenzen eine Krisensituation (Tod eines nahestehenden Menschen, Jobverlust, finanzielle Probleme etc.) nicht bewältigen können, entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse weiterhin eine selbstbestimmte Lebensweise und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Die Einrichtung von gesetzlichen Betreuungen soll vermieden werden. Für die Ermittlung des vorübergehenden Hilfebedarfs dieser Menschen ist vorgesehen, eine Clearingstelle, besetzt mit einem/r Sozialarbeiter/in oder einem/r Sozialpädagogen/in mit einer wö. Arbeitszeit von 30 Stunden, einzurichten. Parallel bedarf es Praxisbegleiter/innen, die Aufgaben in Anlehnung von gesetzlichen Betreuungen wie z.B. Rechts-, Antrags-, Behörden- und Wohnungsangelegenheiten, Vermögens- und Gesundheitssorge wahrnehmen. Als Praxisbetreuer/innen sollen Berufsbetreuer/innen auf Honorarbasis eingesetzt werden.

Derzeit sucht die Gesundheitsregion einen anderen Weg, das Projekt umzusetzen. 

Projekt: „Fit in die Zukunft – Kita als Sprungbrett in ein gesundes Leben“

Um die Gesundheit und die Zahngesundheit der Kinder im Kreisgebiet zu fördern, sind in 2016  für Kindertagesstätten folgende Programme installiert worden, die sich 2017 endgültig etablieren sollen:

Projekt:  „Kita mit Biss“ (ein Präventionsprogramm zur Förderung der Mundgesundheit in Kitas im Rahmen der gruppenprophylaktischen Betreuung aus Brandenburg) und

Projekt:  „Jolinchen Kids“ (ein Präventionsprogramm zur Förderung eines nachhaltigen gesünderen Lebensstils der Kinder und  deren Familien der AOK)

Am 10. November 2016 fand eine Fachtagung für die Kindertagesstätten im Landkreis Oldenburg statt, um den Leitungen und Erzieher/innen diese Programme inhaltlich nochmals vorzustellen und für sie zu werben, damit 2017 die Projekte flächendeckend etabliert werden können.

Es ist geplant, die Präventionsprogramme für die Bereiche Ernährung, seelisches Wohlbefinden und Bewegung auf die Grundschulen auszudehnen.    

Projekt:  „Bleib cool, trink Wasser“

In allen Grundschulen des Landkreises sollen Trinkwasserspender, finanziert vom OOWV, aufgestellt werden, um Kinder dazu anzuhalten, ausschließlich Wasser und keine süßen Getränke zu trinken.  Drei erste Spender wurden im Jahre 2016 an der Grundschule in Ahlhorn, der Wallschule in Wildeshausen und der Grundschule Dürerstr. in Ganderkesee installiert, wobei  insgesamt über 1.100 Trinkflaschen an Schüler/innen und Lehrkräfte ausgegeben wurden. Die Trinkwasserspender wurden von den Schüler/innen begeistert angenommen. Parallel werden die Kinder über kindgerechte gesunde Ernährung und richtiges Zähneputzen informiert und Erzieher/innen sowie Lehrkräfte zu diesem Thema geschult.

Projekt: „Präventionsketten“

Die Gesundheitsregion plant, Präventionsketten in der Ortschaft Ahlhorn, Gemeinde Großenkneten, aufzubauen. Dazu steht eine dreijährige Förderung des Landes Niedersachsen in Aussicht. Präventionsketten dienen dazu, ein gesamtstrategisches, koordiniertes Zusammenspiel von Gesundheit, Soziales, Jugend, Bildung und Nachbarschaftsentwicklung zu entwickeln und den Kindern Chancengleichheit zu ermöglichen. Präventive Angebote werden aufeinander abgestimmt, um alters- und bedarfsgerechte Unterstützung für Kinder und deren Familien zu bieten.

Projekt „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum- EMiLo“

Aus der Frage heraus, wie kommen Bürger aus ländlichen Gemeinden zum Arzt, entwickelte sich die Idee, Bürgerautos einzusetzen. Unter Nutzung eines Förderprogramms für den Klimaschutz hat der Landkreis mit seinem Gemeinden die Aussicht, Zuschüsse für die Anschaffung von insgesamt 7 Elektroautos zu bekommen. 4 E-Autos sind als Bürgerautos in den Gemeinden Dünsen, Kirchseelte, Dötlingen und Ganderkesee und 3 E-Autos als Dienstwagen vorgesehen.

Zuständiges Amt

Gesundheitsamt
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihr Ansprechpartner
Rabea Beyer
Telefon: 04431 - 85 674
Telefax: 04431 - 85 86740
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