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Inhalt und Aufgaben des Landschaftsrahmenplans

Foto Karte LK Oldenburg
Die Ausarbeitung und Fortschreibung des Landschaftsrahmenplanes für den Landkreis Oldenburg ergibt sich aus dem im Naturschutzrecht definierten Auftrag (gemäß § 5 NNatG).

Auf Kreisebene soll flächendeckend, also im besiedelten und unbesiedelten Bereich, mit dem Instrumentarium des Landschaftsrahmenplanes eine Grundlage für die umfassende räumliche Umweltvorsorge geschaffen werden.

Ziele und Grundsätze des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes (§§ 1 und 2) bilden die naturschutzfachlichen Rahmenbedingungen:

In fünf sachlich differenzierten Teilaspekten werden im Landschaftsrahmenplan jeweils

  • Arten und Lebensgemeinschaften´
     
  • Vielfalt, Eigenart und Schönheit (= Landschaftserleben)
     
  • sowie die abiotischen Naturgüter
     
    • Boden
       
    • Wasser
       
    • Klima/Luft


in der Bestandsanalyse/-bewertung und dem Zielkonzept bearbeitet.

Die maßgebende naturschutzfachliche Grundlage stellt diese Bestandsanalyse und Bestandsbewertung des gegenwärtigen Zustandes von Natur und Landschaft im Landkreis Oldenburg dar (Punkt 3). Im Rahmen der umfangreichen Bestandsaufnahmen wurden über die Infrarot-Luftbildbefliegungen und -auswertungen hinaus zahlreiche Einzelgutachten wie z.B. Erfassungen der Tier- und Pflanzenwelt, Gutachten zur geologischen Situation, zu Fließgewässern etc. von der Unteren Naturschutzbehörde sowie externen Fachgutachtern erstellt.

Die Bestandsbewertung der umfangreichen Grundlagendaten mündet letztlich in die Abgrenzung sogenannter „Wichtiger Bereiche“.

In dem Zielkonzept (Punkt 4) werden langfristige Leitlinien für die o.g. fünf Teilaspekte sowie für einzelne Teilräume entwickelt, die im kurz- bis mittelfristig umzusetzenden Handlungskonzept konkretisiert werden.

Hinweise zu Einzelzielen und Maßnahmen aus naturschutzfachlicher Sicht (Punkte 5-8) bilden den formalen Abschluss des Landschaftsrahmenplanes.

Aufgrund der vorgegebenen Maßstabsebene (M. 1:50.000) sind insgesamt nur rahmenhaft Aussagen möglich und sinnvoll.

Abschließend sei nochmals darauf hingewiesen, dass der Landschaftsrahmenplan einen unabgestimmten Fachplan für den Naturschutz und die Landschaftspflege darstellt, den die Untere Naturschutzbehörde im übertragenen Wirkungskreis und aus einem gesetzlichen Auftrag heraus (§ 5 NNatG) aufstellt. Das Schwergewicht liegt auf der Darstellung der Gegebenheiten. Die fachlichen Gegebenheiten und erforderlichen Maßnahmen werden gutachterlich dargestellt und begründet. Der Landschaftsrahmenplan hat nicht die Aufgabe, die fachlichen Erfordernisse und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege mit anderen Fachbereichen abzustimmen. Es besteht keine rechtliche Bindung gegenüber der Allgemeinheit oder anderen öffentlichen Stellen. Für rechtsverbindliche Planungen wie z.B. das Regionale Raumordnungsprogramm, Bauleitpläne der Gemeinden, Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren nach den Fachgesetzen liefern die Aussagen des LRP Abwägungsmaterial.

Naturschutzrechtliche Ausweisungen (z.B. LSG- und NSG-Ausweisungen) sind in den jeweiligen Einzelverfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit und in Kooperation mit den Betroffenen durchzuführen.

Bei allen Maßnahmen sind vorhandene Genehmigungen sowie geltende Rechte zu berücksichtigen.

Die Naturschutzbehörden werden mit dem Landschaftsrahmenplan in die Lage versetzt, Naturschutzbelange bereits im Vorfeld aller Planungen und Maßnahmen schon in den Grundzügen beurteilen zu können. Anderen Behörden und öffentliche Stellen bietet der Landschaftsrahmenplan eine verlässliche Planungsgrundlage und Abwägungsmaterial, so dass sie auch im Rahmen ihrer Zuständigkeit die Verwirklichung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege unterstützen können um somit ihrem in § 3 BNatG bzw § 56 NNatG verbindlich definiertem Auftrag nachzukommen.

Zuständiges Amt

Amt für Naturschutz und Landschaftspflege
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

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