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Wolfsbegegnungen - Was nun?

Foto Wolf-Flyer

Aktuelle Sichtungen von Wölfen melden Sie bitte  den Wolfsberatern (Kontakt siehe unten)

Der Wolf ist wieder da

Auf seinen eigenen vier Pfoten kehrt der Wolf, eine einst hierzulande ausgerottete Tierart, nach Deutschland zurück. Er bereichert unsere Natur, benötigt jedoch keine Wildnis. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass er auch in der europäischen Kulturlandschaft zurechtkommt. Die Rückkehr dieser Tierart polarisiert. Generell gilt: Der Wolf ist eine streng geschützte, stark bedrohte Tierart, die es europaweit zu schützen gilt und von der es in ganz Deutschland derzeit nur wenige Individuen gibt. Dieser Flyer beantwortet einige grundsätzliche Fragen, um Ihnen den angemessenen, sachlichen Umgang mit dem Wolf zu erleichtern.

Sind Wölfe eine Gefahr für den Menschen?

Der Wolf ist ein Großraubtier, daher sollte man ihm grundsätzlich mit Respekt begegnen. Wenn in einer Region Wölfe gesichtet wurden, bedeutet dies nicht, dass man sich nicht mehr frei in der Natur bewegen kann.

Menschen gehören nicht in das gewöhnliche Beuteschema des Wolfes. Er jagt hauptsächlich Wildtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine. Unter Umständen kommt es auch zu Nutztier-Rissen, die meist Schafe, Ziegen oder Damwild betreffen. Diese Gefahr lässt sich jedoch durch Schutzmaßnahmen wie z.B. bestimmte Elektrozäune minimieren. Näheres wird in der „Richtlinie Wolf“ geregelt.

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich einem Wolf begegne?

  • Generell gilt: Verhalten Sie sich ruhig und besonnen.
  • Hat der Wolf Sie nicht bemerkt, machen Sie durch Klatschen, Rufen auf sich aufmerksam.
  • eben Sie dem Wolf die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Besonders junge Wölfe flüchten nicht immer sofort, sie sind zwar scheu, doch zunächst eher neugierig.
  • üttern Sie Wölfe auf gar keinen Fall, sie könnten ihre Scheu verlieren!
  • Sollte sich der Wolf nähern, ziehen Sie sich langsam zurück und behalten den Wolf im Auge. Nähert sich der Wolf weiterhin, machen Sie Lärm oder Drohgesten oder bewerfen Sie ihn mit Gegenständen.
  • Viele Wolfssichtungen werden aus einem Fahrzeug heraus gemacht. In dieser Situation wird der Mensch als Teil des Fahrzeuges wahrgenommen und ignoriert. Verbleiben Sie im Fahrzeug.
  • Wenn sich Ihnen die Gelegenheit bietet, fotografieren Sie das Tier, prägen Sie sich möglichst viele Details ein (Färbung, Körperbau, Verhalten usw.).  Bitte wenden Sie sich mit diesen Informationen an einen Wolfsberater in Ihrer Nähe oder die Naturschutzbehörde des Landkreises.

Was bedeutet das Leben mit dem Wolf?

In ländlichen Gebieten mit bekannten Wolfsvorkommen sollten Abfälle, beispielsweise Küchenabfälle oder Kadaver sicher unter Verschluss gehalten werden, um eine passive Anfütterung und somit eine Gewöhnung der Wölfe an den Menschen zu vermeiden.

Füttern Sie Wölfe bitte niemals!

Wenn Sie mit Ihrem Hund durch Gebiete mit Wolfs-vorkommen gehen, halten Sie ihn angeleint in Ihrer Nähe. Falls ein Wolf jedoch einem freilaufenden Hund begegnet könnte er ihn für einen Rivalen, Konkurrenten oder Paarungspartner halten.

Freizeitaktivitäten wie Radfahren, Joggen, Reiten oder Pilze sammeln sind in Gebieten mit Wolfsvorkommen natürlich weiterhin möglich. Sollte Ihnen hierbei ein Wolf begegnen, verhalten Sie sich wie in diesem Flyer empfohlen.

Was soll ich tun, wenn ich kranke oder verletzte Tiere sehe?

Wenn Sie einen kranken oder verletzten Wolf sehen, sollten Sie das Tier in Ruhe lassen. Melden Sie die Sichtung bitte umgehend an einen Wolfsberater.

Ich habe einen Wolf angefahren, was muss ich machen?

Grundsätzlich ist, wie bei anderen Verkehrsunfällen auch, die Polizei zu verständigen. Diese benachrichtigt den zuständigen Amtsveterinär. Nur der Tierarzt darf entscheiden, wie dem Tier am besten geholfen wird.

Richtlinie Wolf

Da es vermehrt zu Übergriffen auf Nutztiere kommen kann, unterstützt das Land Niedersachsen seit 2014 Nutztierhalter mit Beratung und finanziellen Leistungen. Die gesetzliche Grundlage dafür ist die sogenannte „Richtlinie Wolf“. Die Richtlinie und nähere Informationen dazu sind zu finden unter: www.umwelt.niedersachsen.de

 

Wer ist mein Ansprechpartner?

Allgemeine Informationen und Beratung rund um den Wolf sowie zum fachgerechten Schutz Ihrer Tiere erhalten Sie bei den Wolfsberatern, der Landesjägerschaft Niedersachsen oder auf http://www.wildtiermanagement.com/wildtiere/haarwild/wolf/.

  • Landesjägerschaft  Niedersachsen
    Tel.: 05 11  - 530 43 10
    wolf@ljn.de
     
  • Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
    - Wolfsbüro -
    Tel.: 05 11 - 30 34 - 30 34
    wolfsbuero@nlwkn-h.niedersachsen.de

Wolfsberater im Landkreis Oldenburg sind:

Kurzinfo: Wolf in Niedersachsen

  • Bräunlich-graues Fell, besondere Merkmale: weiße Zeichnung der Schnauze, schwarze Schwanzspitze.
  • Größe und Statur ähnlich dem Schäferhund, jedoch längere Beine und eine kürzere Rute.
  • Lebt in Familienverbänden von im Schnitt 8 - 12 Tieren (je zwei Elterntiere mit Jungtieren).
  • Elterntiere bleiben ein Leben lang zusammen.
  • Benötigt eine Reviergröße von 200 -300 Quadratkilometer
  • Hauptnahrung: Rehe, junge Hirsche, Wildschweine.
  • Keine aktive Wiederansiedelung, z.B. durch Einfuhr oder Aussetzen von Wölfen.
  • Die selbstständige Rückkehr wird wissenschaftlich begleitet.
  • Derzeit gibt es mindestens fünf Rudel in Niedersachsen. Weitere Paarbildungen in neuen Territorien sind zu erwarten. Aktuelle Informationen u.a. zur Verbreitung gibt es unter:
    www.wildtiermanagement.com.

 

Zuständiges Amt

Amt für Naturschutz und Landschaftspflege
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihre Ansprechpartnerin / Ihr Ansprechpartner
Herr Schinnerer
Telefon: 04431-85 362
Kontakt über E-Mail

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