Navigation:

Suche

Suche

Allgemeine Aufstallungspflicht für Geflügel zum Schutz vor der Geflügelpest im Landkreis Oldenburg

14.11.2016

Der Landkreis Oldenburg weist per Allgemeinverfügung an, sämtliches gehaltenes Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) ab Samstag, den 12.11.2016 bis zum 31. Januar 2017 aufzustallen.

Aktueller Anlass sind mehrere gehäufte Totfunde von Wildvögeln mit hochpathogener Aviärer Influenza vom Subtyp H5N8 im Kreis Plön in Schleswig-Holstein, Greifwald in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Konstanz am Bodensee in Baden-Württemberg.

Die Veröffentlichung der entsprechenden Allgemeinverfügung finden Sie im Amtsblatt 42/2016 des Landkreises Oldenburg.

Presseinformation des Landkreises Oldenburg zur Aufstallungspflicht für Geflügel zum Schutz vor der Geflügelpest:

Allgemeine Aufstallungspflicht für Geflügel zum Schutz vor der Geflügelpest im Landkreis Oldenburg

Landkreis Oldenburg, 11. November 2016 - Der Landkreis Oldenburg weist per Allgemeinverfügung an, sämtliches gehaltenes Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) ab Samstag, den 12.11.2016 bis zum 31. Januar 2017 aufzustallen. Aktueller Anlass sind mehrere gehäufte Totfunde von Wildvögeln mit hochpathogener Aviärer Influenza vom Subtyp H5N8 im Kreis Plön in Schleswig-Holstein, Greifwald in Mecklenburg-Vorpommern sowie in Konstanz am Bodensee in Baden-Württemberg.

Bereits in den vorangegangenen Tagen waren diese Viren bereits bei Hausgeflügel und Wasservögeln in Ungarn, Kroatien und in Polen, nahe der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern, nachgewiesen worden. Die derzeitige Variante des Virus scheint hoch ansteckend zu sein und stellt eine große Gefahr durch Einschleppung in hiesige Geflügelbestände dar. Außer durch erhöhte Sicherheitshygienemaßnahmen bei den Geflügelbeständen kommt eine angeordnete Aufstallungspflicht als einzig geeignete Maßnahme in Frage. Der Landkreis Oldenburg weist eine hohe Geflügeldichte mit ca. 8 Millionen Stück, die es vor einem Seuchenausbruch zu schützen gilt.

Bisher nicht gemeldete Geflügelhalter sollten sich kurzfristig beim Veterinäramt melden und ihre Geflügelhaltung dort anzeigen.

Bei der Aviären Influenza handelt es sich um eine ansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung des Geflügels und anderer Vogelarten, die hohe Tierverluste und damit große wirtschaftliche Schäden zur Folge haben kann. Nach bisherigem Kenntnisstand besteht für den Menschen keine Ansteckungsgefahr.

Bereits vor zwei Jahren im November 2014 wurde aufgrund von Ausbrüchen der Vogelgrippe im Landkreis Oldenburg eine allgemeine Aufstallungspflicht für Geflügel angeordnet, die Anfang 2015 wieder aufgehoben werden konnte.