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Hilfen für Erwachsene nach dem Betreuungsgesetz

Foto Figuren Hand in Hand
Was ist eine rechtliche Betreuung?

Erwachsene Menschen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen bzw. seelischen Behinderung nicht oder teilweise nicht in der Lage sind ihre persönlichen Angelegenheiten (wie z.B. Finanzen, Anträge bei Behörden, Organisation von Hilfen, ...) selbst zu regeln, benötigen eine Person, die für sie diese Aufgaben übernimmt. Die rechtliche Betreuung (http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtliche_Betreuung) wird u.a. in den §§ 1896 bis 1908 BGB geregelt. Seit Inkrafttreten des Betreuungsgesetz (BtG) am 01.01.1992 gibt es keine Vormundschaft für Erwachsene mehr.

Das Ziel des Betreuungsrechts ist es vor allem, dem betreuten Menschen ein selbstbestimmtes Leben unter Achtung seiner Grundrechte zu ermöglichen. Auf die Geschäftsfähigkeit der betreuten Person hat die Bestellung eines Betreuers keinerlei Auswirkungen.

Die Betreuung ist eine Form der Rechtsfürsorge zum Wohle des betroffenen Menschen. Durch die Anregung einer Betreuung kann der betroffene Mensch selbst oder Dritte (Familienangehörige, Krankenhäuser, Behörden) ein Betreuungsverfahren bei dem zuständigen Betreuungsgericht einleiten. Das Betreuungsgericht kann in diesen Fällen eine Person zum Betreuer bestellen. Die Wünsche des Betroffenen sind bei der Betreuerbestellung zu berücksichtigen. Dabei wird eine Betreuung vom Betreuungsgericht für die erforderlichen Aufgabenkreise eingerichtet, z.B. für die Gesundheitssorge, für Rechts-, Antrags- und Behördenangelegenheiten, für vermögensrechtliche Angelegenheiten usw. Die Betreuungsstelle unterstützt das Gericht im Betreuungsverfahren.

Für die rechtliche Betreuung gelten die Grundsätze der Nachrangigkeit und der Erforderlichkeit. Können die Angelegenheiten des unterstützungsbedürftigen Menschen durch andere Hilfen ausreichend geregelt werden, wird auf die Einrichtung einer Betreuung verzichtet. Sollte die Betreuung erforderlich sein, bekommt die Betreuerin oder der Betreuer vom Gericht die Aufgabenkreise nur in dem Maße übertragen, wie es die augenblickliche Lebenslage des betreuten Menschen verlangt. Gegen den freien Willen eines Menschen darf keine Betreuung eingerichtet werden. Die Einrichtung einer Betreuung ist nicht erforderlich, wenn eine gültige Vorsorgevollmacht des betroffenen Menschen für eine andere Person vorliegt.

Foto: malerapaso / E+ / gettyimages

Zuständiges Amt

Gesundheitsamt
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihre Ansprechpartnerin / Ihr Ansprechpartner
Frau Freels
Telefon: 04431-85 202
Kontakt über E-Mail

Weitere AnsprechpartnerInnen

Frau Lohrey
Telefon: 04431-85 658
Kontakt über E-Mail

Frau Schlamann
Telefon: 04431-85 662
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