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FSJ und Praktikum

 

Berichte von FSJlerinnen und Praktikantinnen über die Arbeit im Frauenschutzhaus

 

 

Mein Freiwilliges soziales Jahr im Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreis Oldenburg

09:00 Uhr - mein Arbeitstag beginnt. Wie an jedem Morgen bin ich gespannt, ob sich im Vergleich zu gestern im Haus etwas verändert hat und welche Fälle der neue Tag bringt. Es klingelt das Telefon. Ist es ein Anruf von einer der vielen Behörden, mit denen das Frauenhaus kooperiert oder ist es eine Frau, die sich in der schwierigen Situation befindet und Zuflucht sucht?

Frau Kohorst-Thölke, Leitung des Frauenhauses, geht an das Telefon. Es ist eine Frau, die aufgenommen werden möchte. In diesem Moment stelle ich mich darauf ein, dass ich die Frau, vielleicht mit mehreren Kindern, abholen werde. Dabei gehen mir viele Fragen durch den Kopf:

Woher kommt sie? Was ist passiert? Welche Form von Gewalt ist ihr widerfahren? Das Gespräch ist beendet. Alles setzt sich in Bewegung. Meine Aufgabe ist es nun, die Frau ins Frauenhaus zu fahren. Hier angekommen wird ein Aufnahmegespräch geführt. Mit dem Einverständnis der Frau darf ich beim Gespräch dabei sein und ein Protokoll darüber führen. Es ist eine der vielen Aufnahmen, die ich über das Jahr miterleben durfte. Für viele Frauen ist der Einzug in ein Frauenhaus der einzig richtige Ausweg. Die kompetente Beratung hilft den Frauen, das psychische Gleichgewicht wieder zu bekommen, um den Schritt in die neue Zukunft zu wagen.

Mit den Frauen kommen meistens auch die Kinder, die die Gewalt bewusst oder unbewusst erlebt haben. Auch sie haben hier die Möglichkeit, sich zu erholen und das Geschehene bei gemeinsamen Aktivitäten in einem sicheren Umfeld zu verarbeiten.

Ich begann mein FSJ im September 2012 und es endete im Juli 2013. Die abwechslungsreiche Arbeit im Frauenhaus hat mir sehr großen Spaß gemacht. Natürlich war es nicht immer einfach, mit den oftmals schweren Schicksalen der Frauen und Kinder umzugehen. Jedoch gaben mir die regelmäßigen Teamsitzungen und Supervisionen, an denen ich teilnehmen durfte, die Möglichkeit, über meine Feststellungen und Eindrücke mit Kolleginnen zu sprechen, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und die gewonnene Erfahrung auf die neuen Fälle zu übertragen. Zu meinen täglichen Aufgaben gehörten die Betreuung der Kinder, die Unterstützung der Frauen beim Einkaufen sowie auch die Fahrdienste zu Ärzten oder Behörden, aber auch zu sozialen Institutionen, wie die Tafel und die Kleiderkammer. Zudem unterstützte ich die hauswirtschaftliche Kraft bei ihrer Arbeit.

Beeindruckend war es für mich zu sehen, wie neue Lösungswege für eine gewaltfreie Zukunft erarbeitet wurden. Es hat mir viel Freude bereitet, die Frauen und deren Kinder zu unterstützen. Ich habe viele Erfahrungen sammeln dürfen, die mir in Zukunft sehr hilfreich sein werden. Es war ein tolles und erfahrungsreiches Jahr.

Foto Alina Zenner

Alina Zenner

 

Mein Freiwilliges Soziales Jahr im Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg  2013/14

Frauenhaus - im ersten Moment wusste ich nicht so recht, was ich mir darunter vorstellen soll. Als ich dann etwas darüber nachgedacht habe, formte sich eine grobe Vorstellung einer solchen Einrichtung und der Hilfe, die dort geleistet wird. Auch bei der DRK Oldenburg wurde mir einiges zu der Einsatzstelle und meinem Aufgabenbereich erzählt. Wie umfangreich und vielseitig die Arbeit dort wirklich ist, hätte ich am Anfang meines Freiwilliges Sozialen Jahres (kurz FSJ) im Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg jedoch nicht erwartet.

Den Mitarbeiterinnen des Frauenhauses ist sehr daran gelegen, dass die Frauen dort nicht nur Begleitung sondern auch konkrete Unterstützung erfahren. Das Spektrum reicht dabei von intensiven Gesprächen über Hilfe bei finanziellen Fragen bis hin zur gemeinsamen Wohnungssuche und Unterstützung bei der Organisation des Umzugs.

Zu meinem Aufgabenbereich gehörten in dem Jahr die Betreuung der Kinder im Haus, die Begleitung der Frauen bei Behördengängen, das Abgleichen der Statistik und das Aktualisieren des Internetauftritts sowie das Übernehmen von Fahrdiensten wie beispielsweise das Abholen von Frauen und ihren Kindern. Teilweise half ich den Frauen auch beim Renovieren und Packen oder versuchte mich von Zeit zu Zeit als rechte Hand unserer Gärtnerin.

Weiter durfte ich bei Einverständnis der Frauen bei Beratungsgesprächen mit unseren Sozialpädagoginnen hospitieren und diese protokollieren. Dabei wurden mir hinterher oftmals noch einmal in Ruhe die verschiedenen Techniken der Gesprächsführung sowie Hilfsmittel, die zur Visualisierung von Gefühlen und Situationen genutzt werden, erklärt und veranschaulicht.

Bei dem Umgang mit den Schicksalen der Frauen und Kinder halfen mir die regelmäßigen Teamsitzungen und Supervisionen, in denen ich die Möglichkeit hatte mich mit meinen Kolleginnen über Eindrücke, Hypothesen und meine eigene Einstellung gegenüber den Klientinnen auszutauschen und ggf. Lösungswege für bestimmte Situationen zu erarbeiten.

Ich kann nun am Ende meines FSJs sagen, dass ich während des Jahres die Chance hatte in die vielen Facetten, die die Arbeit im Frauenhaus ausmachen, hinein zu sehen und zahlreiche Erfahrungen zu sammeln, die mir nicht nur beruflich sondern auch privat sehr nützlich sein werden.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal dem Frauenhausteam für die erfahrungsreiche und schöne Zeit danken. Ich habe hier wirklich fürs Leben gelernt.

Mit gutem Gewissen kann ich jedem der die Möglichkeit hat, ein FSJ im Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg zu machen, dies nur raten, denn es lohnt sich wirklich.

Foto Jacquline Bock

Jacquline Bock

 

Mein Bericht über das Freiwillige Soziale Jahr

Was bedeutet es für eine Frau, aus einem Leben auszubrechen, das täglich von psychischer und / oder physischer  Gewalt geprägt ist? Wie fühlt es sich an, sein Zuhause zu verlassen und plötzlich auf sich allein gestellt zu sein? Wie ist es, nun eigene Entscheidungen zu treffen, die einem bisher vielleicht verwehrt wurden? Wie geht es Kindern damit? Und war es am Ende der richtige Weg?

All diese Fragen stellte ich mir zu Beginn meines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen, das ich vom 01.08.2009 bis zum 31.07.2010 absolvierte. Nun ist mein Jahr im Schutzhaus fast zu Ende und auf viele meiner Fragen konnte ich eine Antwort finden. Mir ist klar geworden, dass es für manche Frauen nicht immer leicht ist, in ein Frauenhaus zu gehen, aber erst einmal angekommen, verbirgt sich dort eine neue Chance. Es ist möglich, über das Erlebte zu sprechen und dieses zu verarbeiten. Weiterhin können neue Kontakte zu Einrichtungen und Institutionen, wie zum Beispiel Behörden, Ärzte, Beratungsstellen und viele mehr geknüpft werden. Schließlich kann eine Wohnung gesucht werden und mit der Hilfe zur Selbsthilfe kann ein Neuanfang gelingen. Für mich persönlich war das FSJ eine einzigartige Erfahrung. Ich konnte viele Eindrücke sammeln und einen ersten Einblick in das Berufsleben erhalten.

Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem lebenspraktische Hilfen wie die Unterstützung der Frauen beim Einkaufen, Putzen und gemeinsamen pädagogischen Kochen sowie die Unterstützung der hauswirtschaftlichen Kraft. Auch die Betreuung der Kinder im Haus und die Begleitung zu verschiedenen Vernetzungspartnern in Form von Fahrdiensten zählten zu meinem Alltag. Ebenso nahmen die Hospitation bei Beratungsgesprächen, die Teilnahme an Teambesprechungen, Supervisionen sowie Arbeitskreisen und administrative Tätigkeiten wie die Verwaltung des Internetauftrittes bei http://www.mein-wildeshausen.de/ und das Abgleichen der Statistik einen Teil meiner Arbeitszeit ein.

Insgesamt hat es mir viel Freude bereitet, die Frauen und deren Kinder mit meiner ganz individuellen Hilfe zu unterstützen und gemeinsam mit dem Team ein Stück Lebensqualität zurückzugeben.

Foto Simone Meyer 

Simone Meyer

 

Mein Freiwilliges Soziales Jahr im Frauen-
und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg

„Frauen, die von ihren Männern geschlagen und misshandelt werden gehen in ein Frauenhaus.“ Das dachte ich zu Beginn meines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg. Das ist auch richtig, denn die meisten Frauen, die in unser Frauenhaus flüchten, waren von körperlicher Gewalt betroffen. Aber nicht nur Frauen, die körperlich misshandelt wurden, finden den Weg in das Frauenhaus. Auch psychische Gewalt ist für einige Frauen ein Grund das Frauenhaus aufzusuchen, um ihr bisheriges Leben zu ändern. Bevor mein FSJ begonnen hatte, ging ich davon aus, dass die Frauen von ihren Ehemännern oder Lebensgefährten misshandelt werden. Das Gegenteil stellte ich aber fest. Auch Freunde und Angehörige können einen enormen psychischen Druck oder auch körperliche Gewalt auf die betroffenen Frauen ausüben, sodass die Frauen die Entscheidung treffen, in das Frauenhaus zu kommen. Oft bringen sie ihre Kinder mit. In Gesprächen erfuhr ich, dass es vielen Frauen schwer fällt, sich von ihrem Partner zu trennen. Sie wollen den Kindern den Vater nicht vorenthalten und versuchen das Bild einer glücklichen Beziehung vor den Kindern aufrecht zu erhalten. Meistens wissen die Kinder aber, dass der Vater die Mutter schlägt und können diesen Zustand nur schwer aushalten.

Mein FSJ begann im August 2011 und endet in drei Wochen.

Ich erlebe den täglichen Alltag der Frauen, die zurzeit im Frauenhaus wohnen. Natürlich ist es nicht immer einfach, mit den oftmals schweren Schicksalen umzugehen, aber die Arbeit macht mir sehr großen Spaß. Zu meinen täglichen Aufgaben gehören die Betreuung der Kinder, die Unterstützung der Frauen beim Einkaufen sowie die Verwaltung des Onlineauftrittes des Frauenhauses bei http://www.mein-wildeshausen.de/. Zudem unterstütze ich die Hauswirtschaftliche Kraft bei ihrer Arbeit, gleiche die Statistik ab und übernehme Fahrdienste zu Ärzten oder Behörden, aber auch Sozialen Institutionen, wie die Tafel, Kleiderkammer und Opferhilfe. Auch hier lernte ich verschiedene Menschen kennen und bekam einen Einblick in ihre Arbeit. Das meiner Meinung nach Interessanteste an der Arbeit ist jedoch die Hospitation bei Beratungsgesprächen mit den Frauen. Auch die Teilnahme an Teamsupervisionen und Teambesprechungen gehören dazu. Dabei bekam ich einen erweiterten Einblick in das derzeitige Leben der Frauen und die Erarbeitung der neuen Lösungswege für eine gewaltfreie Zukunft nach dem Frauenhausaufenthalt.

Mein FSJ neigt sich seinem Ende zu. Es war ein tolles und sehr erfahrungsreiches Jahr. Für mich haben sich durch die Arbeit im Frauenhaus neue Perspektiven entwickelt. Durch die Unterstützung meiner Kolleginnen habe ich in diesem Jahr sehr viel gelernt. Für mich war das FSJ eine sehr gute Entscheidung, die ich nicht bereue und jedem weiterempfehlen würde. Am schönsten jedoch war zu sehen, wie die Kinder, welche ebenfalls im Frauenhaus leben, sich im Frauenhaus wohl fühlten und sich positiv entwickelten. Mit ihnen habe ich verschiedene Aktionen geplant und durchgeführt oder auch kleine Ausflüge in die Innenstadt oder auf Spielplätze gemacht. Durch diese positive Entwicklung ihrer Kinder wurden sich auch die Frauen sicher, dass es die richtige Entscheidung war in das Frauenhaus zu kommen und sich nicht mehr länger der Gewalt des Partners auszusetzen. Denn es ist besser, wenn die Kinder nicht mehr mit ansehen müssen, wie ihre Mutter geschlagen, misshandelt oder verprügelt wird, als die Scheinwelt aufrecht zu erhalten und den Kindern eine glückliche Beziehung zwischen Vater und Mutter vorzuspielen.

Foto Katharina Schallenberg

Katharina Schallenberg

 

Mein Praktikum im Frauenschutzhaus

Ich bin Mariann Schäfer, 21 Jahre alt, und war für 4 Monate Praktikantin im Frauenschutzhaus des Landkreises Oldenburg. Meine Praktikumszeit ist nun vorbei und wie es bei jedem Abschnitt im Leben so ist (sei er auch nur 4 Monate lang), denke ich zurück und schaue auf die Dinge, die ich gelernt habe. Was waren meine Aufgaben? Welche Erfahrungen habe ich gesammelt?

Zusammengefasst kann ich sagen: Wer hier arbeitet, wird zum Schweizer Taschenmesser!

Was das bedeutet? Als Praktikantin und auch als FSJler/in lernte ich sehr viel über das Leben und auch darüber, was alles in mir steckt. Angefangen beim Haushalt. Es wird geputzt, sich um die immer und Büros gekümmert, die Fahrräder in Schuss gehalten oder im Garten mitgeholfen. Ab und zu entdeckte ich auch den Heimwerker in mir, schraubte Tische und Bänke zusammen oder ähnliches.

Manchmal wurde ich zur Computerfachfrau, gestaltete die Homepage, schrieb Artikel und Texte und veröffentlichte diese bei http://www.mein-wildeshausen.de/, dem Nachbarschaftsportal der NWZ. Hier werden regelmäßig Chattermine für Frauen angeboten, in denen sie kostenlos, anonym und unverbindlich zu vielen Themen rund um Familie, Liebe, Trennung oder Gewalt beraten werden können.

Doch am Wichtigsten ist die Arbeit mit den Frauen und ihren Kindern. Die Praktikanten/Innen und FSJlerinnen sind für die Kinderbetreuung zuständig. Wir bastelten, spielten, babysitteten und machten mit den Kindern zusammen Hausaufgaben, wenn ihre Mütter Termine oder Gespräche hatten. Wir begleiteten die Frauen, die hier im Haus Schutz suchten, zur Bank, zu Gerichtsterminen, zum Sozialamt oder anderen Behördengängen. Auch das Abholen am ersten Tag übernahmen wir. Ich bekam viel von den Schicksalen der Frauen mit, von ihren familiären Hintergründen und der Gewalt, die Einzug in ihr Leben gefunden hatte. Ihnen wurde hier in vielen Bereichen geholfen. Es wurden Gespräche geführt über die Ziele und Wünsche für die Zukunft, evtl. Wohnungen besichtigt und so gut es ging Lösungen für die Probleme der Frauen gesucht und gefunden. Ich habe also viel im Frauenschutzhaus gelernt und es machte Spaß, mit dem ganzen Team zu arbeiten. Das Team, das waren die beiden Sozialpädagoginnen Karin Kohorst-Thölke und Christa Brinkmann, die Erzieherin Lucia Batz, die technisch soziale Fachkraft Gabriela Rau und die FSJlerin Alina Zenner.

Was ich also am Ende meines Praktikums sagen kann:

Es lohnt sich für jeden, der in einem sozialen Bereich arbeiten oder einfach Erfahrungen fürs Leben sammeln möchte, im Frauenschutzhaus ein Praktikum zu absolvieren!

Foto Mariann Schäfer    

Mariann Schäfer

 

Acht Wochen voller Erfahrungen  – Fachschule Sozialpädagogik

Mein Bericht über das Praktikum im Frauen- und Kinderschutzhaus

Ich bin Laura Schlömer, 23 Jahre alt und Schülerin der Fachschule Sozialpädagogik. Das erste achtwöchige Praktikum sollte in einer Einrichtung stattfinden, in der eine Erzieherin arbeitet und Kinder ab 6 Jahren sind.

Ich hatte also die Möglichkeit, etwas ganz Neues auszuprobieren, sodass ich mich für das Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg entschied.

Nach diesen acht Wochen kann ich sagen: Es hat sich gelohnt es auszuprobieren!

Bevor ich das Praktikum begann, hatte ich keine Ahnung, was mich wirklich erwarten würde und wie abwechslungsreich ein Tag sein kann. Doch schnell hatte ich Einblick in den Arbeitsalltag bekommen und mir wurde schnell klar, jeder Tag wird ein anderer sein und es wird nie so kommen wie geplant.

Zu meinen Aufgaben gehörte natürlich hauptsächlich die Kinderbetreuung, bei der ich viele Möglichkeiten hatte, mich auszuprobieren. Dazu gehörte die Hausaufgabenbetreuung, Bastelangebote, Ausflüge zum Spielplatz, aber auch Kinder von der Schule abzuholen, wenn die Mutter anderweitig unterwegs war oder mit den Kindern etwas Leckeres zu kochen.

Außerdem habe ich die Frauen zum Sozialamt oder zur Bank begleitet, den Frauen beim Umzug geholfen, bei dem meine Aufgabe die Kinderbetreuung war oder aber auch Frauen und ihre Kinder in ein anderes Frauenhaus gebracht.

Manchmal war ich auch einfach nur da, um den Frauen und Kindern zuzuhören und ihnen das Gefühl zu geben, gesehen zu werden.

Ein Praktikum im Frauen- und Kinderschutzhaus kann ich wirklich jedem empfehlen, der später etwas im sozialen Bereich machen möchte und sich für einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag und vielfältige Aufgaben interessiert.

In diesem Praktikum konnte ich viele Erfahrungen und Eindrücke sammeln, die mich lange begleiten werden.

Foto Laura Schlömer

Laura Schlömer

 

Mein Praktikum im Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg

Ich bin Nina Hanau, 22 Jahre alt und studiere Soziale Arbeit nun bald im 5. Semester.

Für dieses Studium ist eine Praxiszeit von zehn Wochen vorgesehen, und ich begab mich auf die Suche, in welcher Einrichtung ich diese Zeit verbringen möchte. Dabei kam ich auf das Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg und kann nun - drei Wochen vor Ende meines Praktikums - bereits sagen, dass es keine bessere Praktikumsstelle hätte geben können!

Als meine Zeit Anfang August 2014 begann, hatte ich nur eine vage Vorstellung davon, wie sich der Arbeitsalltag in einem Frauenhaus gestalten und wie das Zusammenleben sein könnte. Ich war gespannt, wie die Stimmung im Haus sein würde und welche Aufgaben ich übernehmen dürfte. Ich habe mit stark traumatisierten Frauen und Kindern gerechnet und mit einer bedrückenden Atmosphäre. Dies ist nicht der Fall, denn trotz der schweren Schicksale schafft es das Team, die Frauen da abzuholen, wo sie stehen und ihnen mit Hilfe zur Selbsthilfe neuen Mut zu verschaffen.

Gleich mein erster Tag zeigte mir, dass die Arbeit abwechslungsreicher ist, als ich es mir vorstellen konnte: Es reicht von der Kinderbetreuung, über hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Computerarbeit, Fahrten zu Ämtern, Wohnungsbesichtigungen, Beratungsgesprächen bis zum „einfach nur da sein“ für die Frauen und ihre Kinder.

Auch habe ich zusammen mit der FSJlerin Aktivitäten und Ausflüge planen dürfen, wie zum Beispiel ein gemeinsamer Spaziergang in den Park oder ein Backnachmittag mit den Kindern.

Gerade dieser Aspekt der Vielfältigkeit gefällt mir sehr - kein Tag ist wie der andere und ich hatte jeden Tag die Chance, etwas Neues zu lernen.

Noch dazu wurde ich in dem Team herzlich aufgenommen, durfte von Anfang an Aufgaben übernehmen, habe Vertrauen entgegengebracht bekommen und durfte sowohl an Beratungsgesprächen als auch an Teambesprechungen und Supervisionen teilnehmen. Auch nahmen sich alle Mitarbeiterinnen Zeit, wenn ich eine Frage hatte oder gaben ein umfassendes Feedback zu einzelnen Aufgaben.

Darüber bin ich sehr glücklich und kann nur „Danke!“ sagen für eine unvergessliche Zeit, die mir nicht nur für mein Studium, sondern definitiv für meinen weiteren Lebensweg sehr viel bringen wird!

Nina Hanau

 

Zuständiges Amt

Amt für Arbeit und Soziale Sicherung
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihre Ansprechpartnerin / Ihr Ansprechpartner
Frau Kohorst-Thölke
Telefon: 0 44 31 / 92 842
Telefax: 0 44 31 / 92 844
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