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Geldwäscheprävention

Foto Geld

Unter Geldwäsche versteht man das Einschleusen kriminell erworbener Gelder (z. B. aus dem Drogenhandel) in den legalen Finanzkreislauf mit dem Ziel, die wahre Herkunft zu verschleiern.
Ziel des Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz - GwG) ist die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Das Geldwäschegesetz legt bestimmten Unternehmen und Personen (Verpflichtete) besondere Pflichten auf, die deren Geschäftsbeziehungen und geschäftliche Aktivitäten transparent machen sollen. Dadurch sollen die Verpflichteten Geschäfte mit kriminellem Hintergrund verhindern und zu deren Aufdeckung beitragen.

In Niedersachsen sind die Region Hannover, die Landkreise sowie die kreisfreien Städte die nach § 16 Abs. 2 Nr. 9 GwG zuständigen Aufsichtsbehörden für die Durchführung des Geldwäschegesetzes im sogenannten Nichtfinanzsektor. Zum Nichtfinanzsektor gehören gewerbliche Güterhändler, Immobilienmakler, bestimmte Versicherungsvermittler, Finanzunternehmen und Dienstleister für Gesellschaften und Treuhandvermögen oder Treuhänder.

Der als Aufsichtsbehörde zuständige Landkreis Oldenburg hat dafür Sorge zu tragen, dass die geldwäscherechtlichen Pflichten in den zu beaufsichtigenden Bereichen umgesetzt werden. Die Aufsichtsbehörden informieren die betroffenen Unternehmen über ihre gesetzlichen Pflichten und über zu treffende Maßnahmen, um nicht für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht zu werden. Das Geldwäschegesetz sieht weiter vor, dass die Aufsichtsbehörden die Einhaltung der Pflichten kontrollieren und Zuwiderhandlungen mit Bußgeldern ahnden.

Sie als Verpflichtete haben den zuständigen Strafverfolgungsbehörden und dem Bundeskriminalamt Verdachtsfälle anzuzeigen. Weitere Informationen zur Meldung von Verdachtsfällen entnehmen Sie bitte diesem Merkblatt.

Wer überwiegend hochwertige Güter im Einzelhandel vertreibt und zehn oder mehr Mitarbeiter beschäftigt, ist verpflichtet, bis zum 31. Mai des laufenden Wirtschaftsjahres einen Geldwäschebeauftragten mit Stellvertreter zu bestellen. Die erfolgte Bestellung eines Geldwäschebeauftragten ist dem Landkreis mit diesem Meldeformular mitzuteilen. Näheres regelt die Allgemeinverfügung des Landkreises Oldenburg vom 20.02.2014. Der Geldwäschebeauftragte soll den zuständigen Behörden als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Auf diese Weise soll die Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen vereinfacht und beschleunigt werden. Weitere Informationen finden sich in diesem Merkblatt. Die Allgemeinverfügung kann auch beim Landkreis Oldenburg, Ordnungsamt, Zimmer 141, Delmenhorster Straße 6, 27793 Wildeshausen während der allgemeinen Sprechzeiten eingesehen werden.

Informationen zur Geldwäscheprävention finden Sie auch auf der Homepage des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Sie können die Aufsichtsbehörde beim Landkreis Oldenburg unter mailto:gewerbe@oldenburg-kreis.de erreichen.

Zuständiges Amt

Ordnungsamt
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihre Ansprechpartnerin / Ihr Ansprechpartner
Herr Meyer
Telefon: 04431-85 226
Telefax: 04431-85 542
Kontakt über E-Mail

Weitere Informationen

PDF-Download Geldwäscheprävention nach dem Geldwäschegesetz (GwG)
Kurzübersicht für Unternehmen aus dem Nichtfinanzsektor und Finanzunternehmen
PDF-Download Pflichten nach dem Geldwäschegesetz für Unternehmen
aus dem Nichtfinanzsektor und Finanzunternehmen

Gemeinsames Merkblatt der Länder der Bundesrepublik Deutschland (Stand Juli 2012)
PDF-Download Pflichten nach dem Geldwäschegesetz für Güterhändler
Gemeinsames Merkblatt der Länder der Bundesrepublik Deutschland (Stand Juli 2012)
PDF-Download

Dokumentationsbogen Geldwäsche
zur Aufzeichnung der erhobenen Angaben und eingeholten Informationen
nach dem Geldwäschegesetz

PDF-Download

Merkblatt zur Meldung von Verdachtsfällen
nach § 11 Abs. 1 GWG für Güterhändler, Versicherungsvermittler, 
Immoblienmakler, Finanzunternehmen, Dienstleister und Treuhänder

PDF-Download

Kundeninformationen
Fragen und Antworten zur Mitwirkungspflicht der Kunden