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Neue Verordnung zu Salmonellen bei Schlachtschweinen

Foto Schweine, Schweinesalmonellen
Salmonellen gehören zur Familie der Enterobakterien. Sie können Zoonosen hervorrufen, die von Tieren auf den Menschen, aber auch umgekehrt vom Menschen auf Tiere übertragen werden können. Enteritische Salmonellen sind für den Menschen wichtige Erreger von Durchfallerkrankungen, die bei Risikopatienten (z. B. Säuglinge und Kleinkinder oder ältere Menschen) einen schweren Verlauf hinnehmen können. In Deutschland sind Salmonellosen meldepflichtige Erkrankungen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes.

Neben anderen Lebensmitteln kommt Schweinefleisch als Infektionsquelle für den Menschen eine wichtige Bedeutung zu, insbesondere dann, wenn es roh oder nicht vollständig erhitzt verzehrt wird. Der Eintrag von Salmonellen in die Lebensmittelkette über Schweine soll daher so gering wie möglich sein.

Mit der Verordnung zur Verminderung der Salmonellenverbreitung von Schlachtschweine (Schweine-Salmonellen-Verordnung) vom 13. März 2007 ( BGB. I vom 23. März 2007, S. 322) sind neue Vorbeugungsmaßnahmen in die Wege geleitet worden. Wesentliche inhaltliche Regelungen der Verordnung sind folgende:

  • Vorschriften für die Untersuchung von Mastschweinen auf Salmonellen, die Durchführung der Probenahme und den Umgang mit den Untersuchungsergebnissen
  • Verpflichtung der  Betriebsinhaber zum Führen von Aufzeichnungen über die durchgeführten Untersuchungen, damit ein fortlaufender Überblick über den Salmonellenstatus des betreffenden Betriebs gewährleistet ist.
  • Entsprechend der Salmonellenantikörperprävalenz sind die Betriebe den drei Kategorien „niedrig“ (0-20 % Positive Befunde), „mittel“ (20-40 % positive Befunde) oder „hoch“ (mehr als 40 % positive Befunde) zuzuordnen
  • Vorschriften zur Durchführung von Impfungen
  • Maßnahmen, die im Falle positiver Salmonellenbefunde zu ergreifen sind (Ermittlung des Eintrags z. B. über das Futter oder Tierzukäufe sowie die Minimierung des Eintrags etwa durch verbesserte Betriebshygiene oder Reinigungs- oder Desinfektionsmaßnahmen)
  • Regelungen zur Informationspflicht des Betriebsinhabers gegenüber dem zuständigen Veterinäramt

Die Verordnung ist am 24. März 2007 in Kraft getreten.

Zuständiges Amt

Veterinäramt
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihre Ansprechpartnerin / Ihr Ansprechpartner
Herr Dr. Henning
Telefon: 04431-85 385
Kontakt über E-Mail