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Bekämpfung der Newcastle Krankheit

Veterinäramt Geflügel
Impfpflicht für Hühner- und Truthühnerbestände

Die Bekämpfungsmaßnahmen der Newcastle Krankheit (ND - auch atypische Geflügelpest genannt)sind in der letzten Zeit aufgrund von Vorgaben der EU erheblich verschärft worden. Bei Seuchenfeststellung drohen analoge Gebietssperren wie bei Geflügelpest, Schweinepest oder Maul- und Klauenseuche. Dies gilt auch in Fällen, wo die Seuche in Kleinstbeständen ausbricht.Die ND und die Klassische Geflügelpest sind sich in Ablauf und Erscheinungsbild sehr ähnlich. Es handelt sich jedoch im zwei selbständige Seuchen, die durch zwei verschiedene Viren ausgelöst werden.

Die ND ist außerordentlich ansteckend. Sie befällt hauptsächlich Hühner und Truthühner, Wildvögel (Fasan, Rebhuhn, Wachtel) und selten Wassergeflügel. Die Infektion eines gesunden Bestandes erfolgt über den direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Weitere Übertragungsmöglichkeiten sind Schlachtabfälle, Geräte, Futter, Einstreu und Personen, die mit dem Virus in Berührung gekommen sind.

Daher müssen nach § 7 der Geflügelpest-Verordnung alle Besitzer eines Hühner- oder eines Truthühnerbestandes ihre Tiere regelmäßig durch einen Tierarzt gegen die Newcastle-Krankheit impfen lassen. Impfungen sind also generell durch den Tierarzt selbst vorzunehmen.Die Impfung ist in solchen Abständen zu wiederholen, dass im gesamten Bestand eine ausreichende Immunität der Tiere gegen die Newcastle Krankheit vorhanden ist. Wird neben Hühnern und Truthühnern noch anderes Geflügel gehalten, so ist auch dieses in die Impfungen mit einzubeziehen.

Über die durchgeführten Impfungen sind Nachweise zu führen.

Hühner oder Truthühner dürfen in einen Geflügelbestand nur dann verbracht oder eingestellt oder auf Geflügelmärkte, Geflügelschauen oder Geflügelausstellungen nur dann verbracht werden, wenn sie von einer tierärztlichen Bescheinigung begleitet sind, aus der hervorgeht, dass der Herkunftsbestand der Tiere, im Fall von Eintagsküken der Elterntierbestand, regelmäßig gegen die Newcastle-Krankheit geimpft worden ist.

Die Geflügelpest-Verordnung sieht vor, dass Zuwiderhandlungen gegen die Impfpflicht und eine entsprechende Nachweisführung als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße geahndet werden können.

Alle Geflügelhalter werden daraufhingewiesen, daß aufgrund weiterer Seuchenausbrüche verhängte Handelssperren auch zu Regreßforderungen gegen die Tierhalter führen können, wenn sie ihrer Impfpflicht nicht ordnungsgemäß nachgekommen sind.

Zuständiges Amt

Veterinäramt
Landkreis Oldenburg
Delmenhorster Str. 6
27793 Wildeshausen

Ihre Ansprechpartnerin / Ihr Ansprechpartner
Frau Dr. Heitzhausen
Telefon: 04431-85 393
Kontakt über E-Mail