Navigation:

Suche

Suche

Einbürgerung

Ordnungsamt Einbürgerung
Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

da Deutschland für Sie Ihre zweite Heimat und damit der Lebensmittelpunkt geworden ist, können Sie durch eine Einbürgerung auch alle Bürgerrechte - vom Recht der freien Berufswahl bis zum Wahlrecht - erwerben.

Sie müssen grundsätzlich bereit sein, Ihre bisherige Staatsbürgerschaft aufzugeben. Wir empfehlen Ihnen daher auch immer zusätzlich eine Kontaktaufnahme mit Ihrer zuständigen Auslandsvertretung hier im Bundesgebiet. Sie erhalten von dort u.a. wichtige Informationen zum Entlassungsverfahren. Eine Einbürgerung unter der Hinnahme von Mehrstaatigkeit ( keine Aufgabe der bisherigen  und Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft ) kommt nur in Ausnahmefällen ( z. B. Asylberechtigte ) in Betracht. Weitere Gründe für eine Hinnahme von Mehrstaatigkeit können sich im Einzelfall ergeben.

Im Sinne der europäischen Gemeinschaft hat das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht auch spezielle Regelungen vorgesehen. Bei einer Einbürgerung von Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union und bei Staatsangehörigen der Schweiz muss die bisherige Staatsbürgerschaft  nicht mehr aufgegeben werden. Die Frage, ob mit der Einbürgerung in den deutschen Staatsverband die Staatsbürgerschaft des anderen Landes fortbesteht, hängt allein davon ab, ob das ausländische Recht diesen Grundsatz auch zulässt. Wir empfehlen auch bei einer dieser Fallkonstellationen eine Kontaktaufnahme mit der Auslandsvertretung. 

Für die Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit gibt es im Wesentlichen drei unterschiedliche Rechtsgrundlagen (s.u.). In einer Kurzfassung haben wir für Sie die Einbürgerungsvoraussetzungen zusammengefasst, die Sie auf den entsprechenden Merkblättern  abrufen können.

  • Ermessenseinbürgerung nach § 8 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG)

    Hauptsächlich ist diese Regelung eine Chance für eine Einbürgerung von Personen, die in der Regel im Besitz eines Reiseausweises ( Asylberechtigte oder Asylberechtigter, ausländischer Flüchtling, Staatenlose oder Staatenloser )  sind. In der Regel genügt bereits ein rechtmäßiger Aufenthalt von 6 Jahren als zeitliche Begrenzung. Ein Entlassungsverfahren ist für anerkannte Flüchtlinge nicht erforderlich.
  • Solleinbürgerung nach § 9 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG) nach „Heirat“

    Sollten Sie mit einem / einer  deutschen Ehegatten / Ehegattin oder Lebenspartner / -in  bereits seit mehr als 2 Jahren verheiratet   sein, dann haben Sie bereits nach 3 Jahren Ihres rechtmäßigen Aufenthaltes im Bundesgebiet die Möglichkeit, einen entsprechenden Antrag zu stellen.
  • Anspruchseinbürgerung nach § 10 des Staatsangehörigkeitsgesetzes (StAG)

    Diese Gesetzesgrundlage bietet ausländischen Mitbürgern und Mitbürgerinnen die Möglichkeit,  bei einem 8-jährigen rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland die Einbürgerung zu beantragen. Sollten Sie erfolgreich an einem Integrationskurs teilgenommen haben, dann genügt bereits ein 7-jähriger Aufenthalt. Die Zeiten werden auf 6 Jahre gesenkt, falls Sie besondere Integrationsleistungen oder Sprachkenntnisse nachweisen können.

Die Gebühren sind für alle Einbürgerungsgrundlagen gleich und betragen für:

  • jeden Antragsteller/ jede Antragstellerin                                   255,00 €
  • jedes minderjährige Kind ohne eigenes Einkommen                    51,00 €

Weitere Informationen auf dieser Seite erhalten Sie zu folgenden Themen:

> Nachweis der Deutschkenntnisse  
> Liste der Bildungsträger im und in der Nähe des Landkreises Oldenburg
> Nachweis der Rechts- und Gesellschaftsordnung ( Einbürgerungstest )
> Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland
> Informationsblatt zum Bekenntnis

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, die sich „rund um die deutsche Staatsangehörigkeit“ bewegen, dann rufen Sie uns an.

Für weitere Auskünfte oder einen Beratungstermin stehen Ihnen unsere MitarbeiterInnen zur Verfügung.